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 Schutzfunktionen des Waldes     Ökobilanzierung     Globaler Forstbestand

 

Anmerkungen zur Entwicklung der globalen Forstbestände

Während in Europa und insbesondere im Alpenraum der Waldanteil zunimmt, nimmt umgekehrt die Abholzung in weiten Teile Asiens, Afrikas und Südamerikas immer dramatischere Formen an.

Ein eklatantes Beispiel hierfür ist die (schätzungsweise zu 80 % illegale) Zerstörung der Regenwälder im Amazonas.

Der Amazonas-Regenwald ist größer als Westeuropa und damit der größte tropische Urwald der Erde. Man schätzt, dass dort die hälfte aller an land lebenden Pflanzen- und Tierarten vorkommen. 

Nach Angaben von WWF lag die Abholzung im Amazonas allein zwischen 2001 und 2002 um 40 % höher als im Jahr zuvor.

In den letzten 30 Jahren wurde ein Gebiet von der Größe Frankreichs abgeholzt, rund 25 % davon in letzten acht Jahren. 

Greenpeace hat eine kartographische Bestandsaufnahme veröffentlicht, die den Umfang der bereits heute getätigten Abholzung des Amazonas drastisch verdeutlicht.


Abbildung: Greenpeace, Amazonas Deforestation and the Greenwall 2002/2003/ 2004

Masstab 1: 10 Millionen

Die Daten basieren auf Erhebungen des National Institute of Space Research, sowie auf zusätzlichen Auswertungen von Greenpeace 2004 im mittleren Amazonas.

Aus dem Gesamt-Satelliten-Bild wird klar erkennbar, dass der überwiegende Anteil des Regenwaldes im südlichen und östlichen Amazonas inzwischen bereits vernichtet ist.