Bewertung von Holzhäusern nach bautechnisch
objektivierbaren Kriterien
Die
Bewertung der Qualitätskriterien moderner Holzhäuser und deren
Lebensdauer erfolgt häufig immer noch nach längst überholten
Vorstellungen. Ein unter Leitung von Prof. Winter an der Universität
Leipzig durchgeführtes Forschungsvorhaben hat umfassende Grundlagen für
eine objektive Bewertung moderner Holzhäuser erarbeitet. In dieser
Forschungsarbeit wurde die Entwicklung der Holztafel/Holzrahmen- Bauweise
(mit derzeit 85 % vorherrschende Holzbautechnik) seit 1965 untersucht und
mit anderen Bauweisen verglichen. Hieraus wurden Auswirkungen auf eine
sinnvolle Verkehrswertermittlung abgeleitet.
Die
Untersuchung belegt: Moderne, fachkundig konstruierte Holzhäuser überdauern
Generationen. In Sachen Haltbarkeit oder Wertbeständigkeit stehen moderne
Holzhäuser konventionellen Bauten in nichts nach.
Die
Haltbarkeit wird durch die Vorfertigungstechnik der einzelnen Bauteile und
eine sorgfältige Einhaltung der Werkstoffqualitäten maßgeblich
beeinflusst.
Der
heute geforderte Wärmeschutz ist durch Holzkonstruktionen mit modernen Dämmstandards
problemlos einzuhalten. Eine Gefährdung des Feuchte - Schutzes durch
Wasserdampfkondensation konnte dank verbesserter Luftdichtheit
kontinuierlich abgesenkt werden und liegt heute deutlich unter den
geforderten Werten.
Eine
Vielzahl neuer Entwicklungen der Holzbautechnik ermöglicht die Einhaltung
von Schallschutzanforderungen und ein modernes Holzbauwerk ist mindestens
ebenso widerstandsfähig wie ein konventionelles Gebäude.
Die
Untersuchung an der Universität Leipzig bestätigt die bereits 1998 vom
ALPENFORUM auf Grund einer eigenen (orientierenden) Umfrage getroffenen
Feststellung, dass die Bewertung von Holzhäusern in der öffentlichen
Meinung von überholten Vorurteilen geprägt ist. Tatsächlich beginnt
sich die Wahrnehmung seit Mitte der 90er Jahre zu ändern.
So
stieg der Marktanteil an Ein- oder Zwei-Familienhäusern aus Holz in
Deutschland von 7,5 % im Jahr 1995 auf derzeit geschätzte 17 - 20 %.
Der
Report erläutert Einzelheiten in den wertermittlungsverfahren (u. a.
technische Lebensdauer, Ertragswertverfahren und
Beteiligungswertermittlung). Die einzelnen, wertbeeinflussenden Kriterien
(u. a. Herstellungskosten, Wärmeschutz, Feuchteschutz außen und innen,
Diffusion und Konvektion, Schallschutz für Deckenwände, Brandschutz und
Raumluftqualität werden detailliert dokumentiert und erläutert.
Ein
weiteres Kapitel behandelt die wichtige Frage der Qualitätsüberwachung
und schließt mit einer Bewertungscheckliste für die Nutzungsdauer von
Holzhäusern ab.
Ein
ergänzendes Kapitel rundet die Untersuchung mit Hinweisen auf die
Marktbewertung von Holzhäusern ab.
Die
Forschungsarbeiten können als 12-seitiger Report über pdf
heruntergeladen werden:
http://www.informationsdienst-holz.de/shops/bwl/wertermittlung_1_.pdf
Quelle:
Winter S., Kehl D., „Untersuchung zur Objektivierung der Bewertung des
Verkehrswertes von Gebäuden und anderen Bauweisen“, Abschlußbericht,
Universität Leipzig 2002 – 1 in „Wertermittlung von Holzhäusern/Qualitätskriterien
für den Holzbau“, Informationsdienst Holz, www.infoholz.de
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