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Wohnen mit Holz: die tägliche Gesundheitsvorsorge
Der Naturbaustoff sorgt für ein angenehmes Raumklima in den eigenen vier Wänden - ohne Schadstoffbelastungen

Mehr als 90 Prozent ihrer Zeit verbringen die Mitteleuropäer in Innenräumen. Umso wichtiger ist es deshalb, im eigenen Heim Wohnverhältnisse zu schaffen, die dem Wohlbefinden und der Gesundheit dienen. "Wir wohnen nicht, um zu wohnen, sondern wir wohnen, um zu leben", sagte schon der Religionsphilosoph und Theologe Paul Tillich (1886-1965). Entscheidend sind ein angenehmes Raumklima und die Verwendung schadstofffreier Baumaterialien. Deshalb vertrauen immer mehr junge Familien auf den natürlichen Bau-, Werk- und Einrichtungsstoff Holz.

Das Raumklima wird von drei Faktoren bestimmt: der Raumlufttemperatur, der Oberflächentemperatur der Decken und der relativen Luftfeuchte. Jeder Mensch nimmt diese Einflussfaktoren anders wahr. Darum gibt es keinen festen Wert, sondern einen Kernbereich, in dem der Aufenthalt in einem Raum als angenehm empfunden wird. Dieses so genannte Behaglichkeitsfeld bewegt sich in einem relativ engen Temperaturspektrum. So sollte die Luftraumtemperatur, die ihrerseits durch die Außenlufttemperatur, die Sonneneinstrahlung und den Wärmeschutz des Gebäudes beeinflusst wird, zwischen 19 und 23 Grad liegen. Die Verbindung von Holz mit hochentwickelten Dämmstoffen garantiert höchste Dämmwerte - im Sommer wie im Winter. Der Vorteil für die Hausbewohner: Sie brauchen weniger zu heizen und sparen dadurch Energie.

Ausgleichende Wirkung Holz wirkt sich auch positiv auf die relative Luftfeuchte eines Raumes aus. In jeder Wohnung erzeugen Atmen, Schwitzen, Kochen, Waschen, Duschen sowie Zimmerpflanzen ständig Feuchtigkeit. Holz nimmt den Wasserdampf in der Raumluft besonders gut auf und verhindert damit übermäßige Luftfeuchte. Ist die Luft hingegen zu trocken, zum Beispiel durch das Heizen im Winter, gibt Holz den gespeicherten Wasserdampf an die trockene Raumluft ab und wirkt so einer Abnahme der relativen Luftfeuchte entgegen.

Dank seiner ausgleichenden Wirkung ist Holz der Baustoff Nummer Eins für Allergiker. Rund ein Drittel der deutschen Bevölkerung leidet heute an Allergien. In Innenräumen sind Schimmelpilze und Hausstaubmilben die Hauptursache. Sie fühlen sich in feuchten Umgebungen am wohlsten. Eine zu hohe Luftfeuchtigkeit sollte deshalb vermieden werden. Auch feuchte Stellen hinter dem Putz sind Gift für Allergiker. Trockene Baumaterialien mit überdurchschnittlicher Wärmedämmung wie Holz schaffen hier Abhilfe.

Keine Gefahr durch schädliche Emissionen Im Hinblick auf schädliche Emissionen ist der natürliche Baustoff unbedenklich. Außerdem ist Holz praktisch nicht radioaktiv und weist eine wesentlich niedrigere natürliche Hintergrundstrahlung auf als viele mineralische Baumaterialien. Chemischer Holzschutz kommt im Holzbau nur noch in Ausnahmefällen zum Einsatz. Baulich-konstruktive Maßnahmen, beispielsweise ein ausreichender Dachüberstand oder die Verwendung vorteilhafter heimischer Hölzer, reichen heute aus, um die Bausubstanz wirksam vor Nässe, Insekten oder Pilzen zu schützen. Anstriche, Lasuren, Versiegelungsmittel und Beizen, die früher organische Lösemittel enthielten, sind längst durch wasserbasierte Rezepturen ersetzt worden.

Wer sein Haus mit Holz baut und einrichtet, entscheidet sich für hohe Wohnqualität. Behaglich, gemütlich und gesund - nicht ohne Grund werden diese Eigenschaften von Eigentümern und Mietern immer wieder genannt.

HOLZABSATZFONDS, 2005
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