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Holz und Gesundheit
Konferenz des ALPENFORUM
17./18. Juni 2004
in Bozen (Italien)
Zusammenfassung der Ergebnisse
Ian C. Meerkamp van Embden und Bruno J. R. Nicolaus
1.
Die Forst- und Holzwirtschaft im Alpenraum hat mit erheblichen
Schwierigkeiten zu kämpfen. Zu den vielfältigen Gründen für diese
Situation zählen:
- Überalterung der Waldbestände als Folge unzureichender
Durchforstung und Endnutzung
- Nur 60 bis 70 % des jährlichen Holzzuwachses wird genutzt
- Hohe Einschlagkosten in alpinen Wäldern
- Unzureichendes oder fehlerhaftes Wissen über die ungewöhnlich
vielseitigen Werkstoffeigenschaften von Holz nicht nur in der
Öffentlichkeit generell, sondern selbst bei Fachleuten
- Unbefriedigende Kosten-Nutzen-Relation und zu geringer Mehrwert bei
der Weiterverarbeitung von Holz
- Niedrige Verfügbarkeit von Kapital und international orientierter
Dienstleistung in der überwiegend mittelständisch strukturierten
Holzwirtschaft
- Geringe Nutzung einer erhöhten Kosteneffizienz durch modulare
Fertigungstechnologie
- Geringe Kooperationsbereitschaft vieler Unternehmen innerhalb des
Mittelstandes
- Keine überzeugende Entwicklung einer am internationalen Bedarf
orientierten Marketingstrategie
- Hoher Werbeaufwand seitens der Hersteller anderer Baumaterialien wie
Ziegel, Beton oder Kunststoff.
Die hier aufgezählten Probleme treten in vielen
Bergregionen des Alpenraums in gleicher oder zumindest ähnliche Weise auf
(Univ.-Prof. Dr. Teischinger, Dr. Meerkamp van Embden, Univ.-Prof. Dr.
Ceccotti, Dr. Pollini). Betont wird aber gleichzeitig, dass nicht der
exklusive Einsatz von Holz als oberste Zielsetzung zu sehen ist, sondern
die optimal geeignete Auswahl und Kombination bestimmter Bau- und
Konstruktionsmaterialien. ((Univ.-Prof. Dr. Teischinger, Univ.-Prof. Dr.
Nicolaus, Univ.-Prof. Ceccotti).
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(v.l.n.r.) Dipl.-Ing. Paulus Freisinger (Freisinger Bau und Möbel), Ebbs,
Univ.-Prof. Dr. Alfred Teischinger (Direktor Institut für Holzforschung, Universität für Bodenkultur), Wien,
Dipl.-Ing. Franz Freuendorfer (Freuendorfer Fensterbauentwicklung), Ebbs,
Em. Univ.-Prof. Dr. Roland Pechlaner (Universität Insbruck), Insbruck |
(v.l.n.r.) Ursula Pfeiffer, Bern
Bau-Ing. Hans-Joachim Pfeiffer, Bern |
2.
Soll die Nutzung des Waldes subventioniert werden? In der Region Trient
befinden sich rund 90% der Wälder im öffentlichen Besitz (Dr. Pollini).
In Österreich verhält es sich umgekehrt Dr. Meerkamp van Embden).
Deshalb wird in Italien eine stärkere Unterstützung der Waldwirtschaft
seitens der Regierung empfohlen; im Nachbarland setzt man mehr auf die
Flexibilität der privaten Waldbesitzer. Diese Thematik wird kontrovers
diskutiert. Es wird anerkannt, dass der Wald zahlreiche essentielle
Funktionen für das Allgemeinwohl (z. B. Wasserspeicher, Luftfilter,
Freizeit- und Erholungswert) erfüllt. Andererseits wird davor gewarnt,
einer denkbaren Subventionierung solcher Leistungen für das Allgemeinwohl
einen zu hohen Stellenwert einzuräumen. Eine Kompensation für die hohen
Einschlagkosten in alpinen Wäldern lässt sich damit kaum erreichen. Eine
ganze Reihe struktureller Probleme in der Holzwirtschaft sind ohnehin von
den erhöhten Einschlagkosten im Wald unabhängig und wirken sich u. U.
auf die Wirtschaftlichkeitsrechnung der Endprodukte wesentlich stärker
aus). Das Ziel sollte deshalb eher sein, die Rentabilität der Holznutzung
selbst zu erhöhen (Meerkamp van Embden, Dr. Pooini).
Konsens besteht darüber, dass eine naturnahe Forstbewirtschaftung hohe
Priorität verdient (Dr. Pollini),. ein Aufgabengebiet, mit dem sich das
Forschungsinstitut IVALSA in San Michele (Bezirk Trient) intensiv
beschäftigt
3.
Es erscheint denkbar, eine Erhöhung des mengenmäßigen Holzabsatzes zu
erreichen, wenn mit Hilfe technische Innovationen in der Verarbeitung eine
verbesserte Kosteneffizienz erzielt wird (Univ.-Prof. Dr. Teischinger).
Ein Ansatz hierzu bietet die präzisere Qualitätskontrolle während der
Bearbeitung der Holzstämme in der Sägerei. Eine fortlaufende,
dreidimensionale Abbildung des Holzmaterials ist mit Hilfe
computergesteuerter Tomographie-Diagnose möglich, wie neuere
Untersuchungen am Joaneum Research Graz gezeigt haben (Univ.-Prof. Dr.
Teischinger).
Eine Umsetzung dieser innovativen Entwicklung in die Praxis scheitert
allerdings derzeit noch an der unzureichenden Geschwindigkeit der
Datenverarbeitung während der Sägeoperationen.
Als Beispiel für eine sinnvolle Nutzung von Holz geringerer Qualität
wird die Anwendung von Totholz bei wasserbaulichen Maßnahmen an
geschiebeführenden Bächen und Flüssen diskutiert. Hierbei kann eine
ökologisch und hydraulisch verbesserte Ufersicherung erreicht werden
(Univ.-Prof. Dr. Pechlaner). Dieses Konzept sollte weiter verfolgt werden.
Gewarnt wird allerdings davor, eine zukunftsorientierte Holzstrategie vor
allem am mengenmäßigen Commodity -Ausstoß zu orientieren. Für die
mittelständische Holzwirtschaft liegt die Zukunft nicht in
Massenprodukten mit geringer Wertschöpfung, sondern in der innovativen
Produktveredelung und einer am Markt orientierten, kooperativen
Vertriebsstrategie (Dr. Meerkamp van Embden).
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(v.l.n.r.) Dr. Dipl.-Ing. Peter Gäfgen (PGM-Holding), Lachen am See,
Lotte Nicolaus, Monza
Ingrid Gäfgen, Lachen am See |
(v.l.n.r.) Lamberta Amonn, Bozen
Madeleine Amonn (Verlegerin), Bozen |
4.
Es besteht kein Zweifel, dass neben der häufig fehlerhaften Bewertung
technischer Holzeigenschaften in der Öffentlichkeit vor allem auch die
psychische Wahrnehmung (Perzeption) bei der Wahl von Bau- und
Konstruktionsmaterialen eine große Rolle spielt. Zur Frage der
psychischen Wahrnehmung von Holz ist man immer noch weitgehend auf
Vermutungen angewiesen, da wissenschaftlich fundierte Untersuchungen
hierzu kaum vorliegen (Univ.-Prof. Dr. Kromka).
In früheren Zeiten wurde Stein beispielsweise als Baustoff (für Häuser,
Burgen oder Schlösser) eher positiv eingestuft, während Holz als
Baustoff umgekehrt eher armen Leuten und der Landbevölkerung (für
Scheunen, Katen, Ställe) zugeordnet wurde. Ob dies aber auch heute noch
so bewertet wird, müsste neben vielen anderen Fragen zur Perzeption von
Holz in einer fundierteren Untersuchung erst herausgearbeitet werden.
(Univ.-Prof. Dr. Kromka).
Sowohl am sozialwissenschaftlichen Institut der Universität
Hohenheim-Stuttgart (Univ..-Prof. Dr. Kromka). als auch am
sozialwissenschaftlichen Institut der Universität Trient (Univ.-Prof. Dr.
Chiesi) bestehen zur Untersuchung dieser Thematik bereits ausgearbeitete
Vorschläge für entsprechende Forschungsprojekte, deren Durchführung
aber bislang an den Finanzierungskosten scheitert.
Die Konferenzteilnehmer setzen sich für ein gemeinsames Vorgehen der
entsprechenden Institute im Rahmen eines internationalen (und
gegebenenfalls EU-geförderten) Vorhabens ein (Dr. Meerkamp van Embden,
Univ.-Prof. Dr. Kromka, Univ.-Prof. Dr. Ceccotti,). Auch seitens des
Holzforschungsinstituts der Boku Wien (Univ.-Prof. Dr. Teischinger)
besteht u. U. Bereitschaft an einer Zusammenarbeit im Rahmen eines solchen
Forschungsprojektes. Ebenso hatte bereits vor der Konferenz Univ.-Prof.
Dr. Chiesi Bereitschaft zur Zusammenarbeit signalisiert.
Das ALPENFORUM wird die Interessenten nach Konferenzabschluss erneut
ansprechen.
5.
Einen starken Einfluss auf die Wahl von Baumaterial übt vor allem auch
die vermeintliche oder echte Innenraumbelastung in Wohnräumen aus. Auf
diesem Feld schneidet Holz im Vergleich zu anderen Baustoffen gut ab. Die
wenigen hierzu vorliegenden Untersuchungen attestieren dem Holz ein
angenehmes und gesundes Raumklima. (Univ.-Prof. Dr. Kromka).
Die Frage des Wohlbefindens (Wellness) und die damit verbundene
gesundheitliche Relevanz in Wohnräumen gewinnt eine immer höhere
Bedeutung. (Univ.-Prof. Dr. Kloepffer, Dipl.-Ing. Freundorfer, Univ.-Prof.
Dr. Nicolaus).
Neueste Arbeiten am Forschungsinstitut Joaneum in Graz haben sich mit der
Frage einer gesundheitlichen Auswirkung speziell von Zirbenholz im
Vergleich zu anderen Holzarten und Kunststoff beschäftigt. Hierzu liegen
inzwischen interessante Ergebnisse vor. Zirbenholz hemmt das Wachstum von
Motten, wirkt z. B. gegen Escherichia Coli Antibakteriell, fördert die
Konzentrationsfähigkeit und die Schlafruhe. Die Herzfrequenz während des
Aufenthaltes in Zirbenräumen wird erniedrigt und entlastet damit die
Herztätigkeit (Dipl.-Ing. Zwettler).
Die Konferenzteilnehmer befürworten weitere
medizinische Untersuchungen insbesondere hinsichtlich möglicher
Auswirkungen auf den Kreislauf oder unerwünschter toxikologischer
Effekte, um voreilige oder fehlerhafte Rückschlüsse auf die
gesundheitliche Relevanz dieser interessanten Daten zu vermeiden.
(Ingeborg Meerkamp van Embden, Univ.-Prof. Dr. Nicolaus, Univ.-Prof. Dr.
Kloepffer).
6.
Ein weiterer, wichtiger Faktor bei der Bewertung von Raumklima und
"Behaglichkeit" der Bewohner ist die Raumtemperatur und die
damit verbundene Energiebilanz des Wohnobjekts. (Dipl.-Ing. Freundorfer).
Hier setzen sich Niedrigenergiehäuser aus Holz, namentlich sogenannte
"Passivhäuser" immer mehr durch. Passivhäuser sind Gebäude
mit derart geringem Heizwärmebedarf, dass die Wärme über das ohnehin
vorhandene Zuluft- System zugeführt werden kann. Der
Jahresheizwärmebedarf beträgt dabei maximal 15 kWh (m²a). Das bedeutet
90% Energieeinsparung gegenüber einem Durchschnittshaus. Ermöglicht wird
diese Leistung durch die Vorwärmung der Zuluft mit Erdwärme und moderne
Holz-Fensterkonstruktionen zur Aufnahme der erforderlichen Solarenergie
(Dipl.-Ing. Freundorfer)
7.
Zwei Problemfelder verbleiben bei der Konstruktion von Holzbauten: Die
Frage des Schallschutzes bei Zwischendecken und einer Verwitterung der
Außenwände (Univ.-Prof. Ceccotti). Auch hier zeichnen sich technische
Lösungswege ab, auf die im Rahmen der Konferenz aber nicht näher
eingegangen wurde.
8.
Eine zusätzliche Ausrüstung von Holzkonstruktionen mit
Brandschutzmitteln (z. B. Aluminiumtrihydrat) erscheint bei kleinen
Holzteilen diskutabel (Dr. Gäfgen, Univ.-Prof. Dr. Teischinger), bei
Massivholz und Holzbalken auf Grund der im Brandfall sich bildenden
schützenden Kohlensstoffschicht (Intumescent effect) nicht sonderlich
sinnvoll (Dr. Meerkamp van Embden)
9.
Es wird bezweifelt, dass der derzeit propagierte Weg einer Verbrennung von
Nutzholzmasse zur Erzeugung von Heizenergie wirtschaftlich und technisch
sinnvoll ist. Empfohlen wird vielmehr, in Zukunft verstärkt darauf zu
achten, dass das verfügbare Holz erst im Endstadium der Produktnutzung
als Brennmasse eingesetzt wird. Dies wäre auch ein erkennbarer Beitrag
zur nachhaltigeren Deckung unserer Energiebedarfs. (Univ.-Prof. Dr.
Teischinger)
10.
Holz enthält eine große Anzahl wertvoller Inhaltstoffe, die sich für
den Einsatz in Phytopharmaka oder als Zusatzstoffe in functional food
eigenen (Univ.-Prof. Dr. Teischinger). Auf die hiermit verbundenen
Nutzungsmöglichkeiten für Holz wird im Rahmen der Tagung nicht näher
eingegangen .
11.
Gefordert wird ein Paradigmawechsel bei der Verarbeitung von Holz und die
Entwicklung entsprechend differenzierter Wertschöpfungsketten (Univ.-
Prof Dr. Seyfarth). Vorgezeichneter Weg für eine innovative
Produktpalette im Bau- und Konstruktionswesen ist die sinnvolle
Einbeziehung tradierter Holzerfahrung in Kombination mit den
Möglichkeiten einer High Tech- Verarbeitung. Der Schwerpunkt muss hierbei
auf der marktorientierten Entwicklung innovativer Spezialprodukte mit
höherer Wertschöpfung liegen.
Soweit es die Verareitung einheimischer Holzarten in den alpinen
Bergregionen betrifft, stellt sich die Frage, ob man den engeren
Alpenbogen nicht um den im Osten angrenzenden Bereich der nahegelegenen
Karpaten erweitern sollte (Univ.-Prof. Dr. Teischinger). Ein solches
Konzept könnte u. U. auch eine effizientere, grenzüberschreitende
Nutzung der verfügbaren Holz-Ressourcen fördern. Diese interessante
Anregung konnte im Rahmen der verfügbaren Zeit leider nicht vertiefend
diskutiert werden. |

Univ.-Prof. Dr. Walter Kloepffer (LCA Consult), Frankfurt/M. |
12.
Im Hinblick auf den geforderten Paradigmawechsel werden folgende
strategische Ansatzpunkte gesehen:
-
Modulorientierte Fertigung von Einzelteilen,
maßgeschneiderte Montage des Endprodukts nach Kundenwunsch (Dr.
Hürther am Beispiel mobiler Fertighäuser).
-
Marktorientierter Produktvertrieb ("mass
customisation") zunächst einmal im engeren Umfeld des
Alpenraums. (Univ.-Prof. Dr. Ceccotti, Univ. Prof. Dr. Seyfarth).
Vorteil: Kurze Vertriebswege. Bereits bei einem solchen engeren Ansatz
können die Erfolgschancen durch grenzüberschreitende Kooperation mit
den Betrieben entlang der Wertschöpfungskette erhöht werden.
-
Technische Entwicklung mehrgeschossiger
Holzgebäude (Univ.-Prof. Dr. Ceccotti). Dieser Weg wird an der IVALSA
im Rahmen des SOFIE- Programms beschritten (Sistema costruttivo
multipiano in legno). Ziel ist die Anwendung neuer
Produktionstechniken und Untersuchungsmethoden beim Holzeinsatz aus
regionalen Forstbeständen im Raum Trient.
-
Die Entwicklung mehrgeschossiger Holzgebäude ist
nicht zuletzt auch deswegen von besonderem Interesse, weil in
verschiedenen europäischen Ländern (z. B. in deutschen
Bundesländern wie Thüringen oder in Dänemark), mehrgeschossige
Holzgebäude nach den gültigen Bauvorschriften nicht zulässig sind.
In Österreich sind mehrgeschossige Holzgebäude erst seit wenigen
Jahren zugelassen (Univ.-Prof. Dr. Seyfarth, Dr. Meerkamp van Embden).
-
Entwicklung nachhaltiger Produktionsmethoden
(entsprechend der auch von der EU geforderten "Integrated Product
Policy"). (Univ.-Prof. Dr. Seyfarth). Beispiel: Firma Thoma mit
der patentierten Massivholz-Technologie Holz 100). Massivholz 10-
Platten weisen beispielsweise bei gleicher Dicke eine viel geringere
Brennbarkeit und eine höhere Wärmeisolierung auf als entsprechend
dicke Ziegel- oder Beton-Mauern (Dr. Meerkamp van Embden).
-
Aufbau innovativer Wertschöpfungsketten auf
internationaler (globaler) Ebene (Univ.-Prof. Dr. Seyfarth). Ein
solcher Ansatz erscheint besonders vielversprechend, jedoch nur unter
Beachtung bestimmter Grundvoraussetzungen: Die meist
mittelständischen Betriebe in Alpenraum können sich den dafür
erforderlichen, hohen Aufwand an Forschung und Entwicklung,
Serviceleistung, Infrastruktur, Transport, Akquisition sowie
schließlich auch die Kundenbetreuung vor Ort als Einzelbetriebe nicht
leisten.
-
Gefordert sind Kooperationsmodelle, bei denen
verschiedene Betriebe im Verbund zusammenarbeiten und sich den
technischen, personellen und kostenmäßigen Aufwand teilen (Dr.
Meerkamp van Embden).
-
Ein weiterer, essentieller Aspekt ist das
Verständnis für die kulturellen Profile der Partner. Dies gilt im
europäischen, erst recht aber im außereuropäischen Raum. Als
besonders zukunftsträchtiger Markt wird hierbei China bezeichnet. Es
wird jedoch betont, dass es sich dann nicht um den Vertrieb von
"Wegwerfprodukten" handeln kann, sondern um solche, die sich
durch ein längeres Gebrauchsleben auszeichnen (Univ.-Prof. Dr.
Seyfarth). Empfohlen wird in diesem Kontext auch die Erstellung eines
spezifischen Life Cycle Assessment (Ökobilanz) solcher Produkte
(Univ.-Prof. Dr. Kloepffer).
-
Die Produktpalette sollte sich an den vielseitigen
Endproduktwünschen der Kunden orientieren, aber die Herstellung der
Einzelteile selbst sollte soweit möglich modular erfolgen (Dr.
Meerkamp van Embden). Diese Art des Vorgehens wurde am speziellen
Beispiel der Herstellung und des Vertriebs mobiler Fertighäuser
näher erläutert. (Dr. Hürther).
13.
Die anlässlich der Konferenz vorgetragenen Originalreferate und
Diskussionsbeiträge werden in die Website www.ALPENFORUM.org
gestellt. Die hohe Abrufquote dieser Website des ALPENFORUMS verstärkt
die erwünschte Multiplikatorwirkung der Konferenzergebnisse ganz
erheblich.
25. Juni 2004
(Dr. Dipl.-Ing. Ian C. Meerkamp van Embden, Bad Homburg,
Univ.-Prof. Dr. Bruno Nicolaus, Monza).
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