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Innovative Holzverarbeitung
Ein Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung im Alpenraum

Internationale Konferenz und Fachtagung

05. - 07. Juni 2003
in Murau (Steiermark)


ZUSAMMENFASSUNG DER ERGEBNISSE

Während derzeit fast zweidrittel des Holzwachstums in den österreichischen Wäldern nicht genutzt wird, erscheinen viele heimische, holzverarbeitende Betriebe durch die starke ausländische Konkurrenz in ihrer Existenzgrundlage gefährdet. Noch immer bestehen in der öffentlichen Meinung Vorbehalte gegen den Einsatz von Holz im Bauwesen im Vergleich zu Stahl, Beton, Ziegel, Kunststoff und anderen Baumaterialien. Das Brandrisiko von Holz wird in der Regel zu hoch, die Isoliereigenschaften dagegen werden häufig zu niedrig eingeschätzt. Die enorme Leistungsfähigkeit moderner Holzkonstruktionen ist selbst Fachleuten nicht ausreichend bekannt.

Es besteht kein Zweifel, dass die im Ansatz durchaus positiven Bemühungen zur Kommunikation und Information auf dem Gebiet des Holzbauwesens intensiviert werden müssen, um Stagnation oder gar Rückschritt in diesem Bereich zu verhindern und der Öffentlichkeit ein objektiv angemesseneres Holzbild zu vermitteln.

Es bestand bei den im Symposium anwesenden Fachleuten Übereinstimmung, dass der entscheidende Schlüssel zur Verbesserung und Intensivierung des Holzeinsatzes im Bau- und Konstruktionswesen in einer Erhöhung des erzielbaren Mehrwertes in der Verarbeitung liegt.

Erreichbar ist eine solche Zielvorgabe in erster Linie durch verstärkte Kooperation innerhalb der Branche einerseits, sowie durch eine modulare Fertigungsstrategie andererseits. Die auf diese Weise ermöglichte, effizientere Konstruktion unterschiedlicher Bautypen im Rahmen exportorientierter Kooperationen wird seitens der Diskussionsteilnehmer als die praktisch wirksamste und gleichzeitig offensivste Marktnischenstrategie angesehen. Das auf dem Weltmarkt bestehende Absatzpotential für Holzhäuser ist enorm, doch werden die hierbei bestehenden Marktchancen bislang fast ausschließlich von amerikanischen, japanischen oder skandinavischen Herstellern genutzt, kaum jedoch von alpenländischen Betrieben.

Hinzu kommt, dass der mittelständische Charakter unserer heimischen Holzbetriebe aus Kostengründen keine aufwendige Werbung oder Logistik der Einzelbetriebe zulässt. Hier bietet sich der kostensenkende Verbundcharakter einer branchenübergreifende Kooperation im Alpenraum an.

Es liegt nun an den Betrieben selbst, ob sie die hier erkennbaren Möglichkeiten nutzen und über das normalerweise bestehende Konkurrenzdenken hinaus handeln wollen.

Ian Meerkamp van Embden

 


Erwin Thoma, Dr. Ian Meerkamp v. E.,
Präsident ALPENFORUM International (v.l.)
Murau Holzkonferenz 2003

Gerhard Leeb,
Präsident ALPENFORUM Österreich
Murau Holzkonferenz 2003