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Kompetenzzentrum „Holz“
an der Boku Wien:
Forschungsprojekt Holz-Modifikation
Durch chemische und thermische Behandlung von Fichtenholz werden
Modifikationsmöglichkeiten für den Werkstoff Holz geprüft. Die
chemische Modifikation erfolgt durch Acetylierung der im Holz verankerten
Hydroxylgruppen. Dies vermindert die Feuchtigkeitsaufnahme des
Holzwerkstoffs. Die thermische Behandlung erfolgt unter erhöhtem Druck in
wasserdampfgesätigter Luft- oder Stickstoffatmosphäre. Der daraus
resultierende Holzabbau unter neu initiierten Polymerisationsprozessen
führt zu einem verminderten Quell- und Schwindverhalten des Holzes.
Gleichzeitig wird die Anfälligkeit gegen Pilzbefall herabgesetzt. Das
modifizierte Holzmaterial wird auf seine Werkstoffeigenschaften, wie z. B.
Zugspannung, Biegefestigkeit und Elastizität eingehend überprüft. An
diesem Projekt sind 6 Forschungsdisziplinen der Universität für
Bodenkultur in Wien beteilig: Das Institut für Chemie, das Institut für
Holzforschung, das Institut für Forstentomologie, Forstpathologie und
Forstschutz, sowie das Institut für Sozioökonomik der Forst- und
Holzwirtschaft
Das Projekt ist Bestandteil neuer Forschungsvorhaben am
Kompetenzzentrum "Holz". Durch Nutzung vorhandener
High-Tech-Verfahren aus der Biotechnologie, Chemie, Kunststoffverarbeitung
und Polymertechnologie sollen Wege gefunden werden, die Eigenschaften des
Holzes für neue Verwendungsbereiche zu adaptieren.
Quelle: Barbara Hinterstoisser, Institut für Chemie, Universität für
Bodenkultur Wien, ORF on Science http://science.orf.at/science/hinterstoisser/4161;
http://sciene.orf.at/science/hinterstoisser/3363
Ausführliche Informationen zu dieser Thematik finden sich in der
Publikation von Prof. Alfred Teischinger, Direktor des Instituts für
Holzforschung an der Universität für Bodenkunde BOKU Wien: www.Holzforschung.at/sem_deu/Teischinger_FTTO3.PDF
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